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DU SOLLTEST VORHER DIE MAN PAGES GELESEN HABEN.
Also, du hast LINUX installiert und die Geschwindigkeit ist nicht die, die es sein sollte. Liege ich richtig ?
Die Standard Installation jeder Distribution ist darauf ausgelegt, auf vielen Boards unterschiedlicher Computer
zu laufen und deshalb kann man nicht von einer Optimierung sprechen. (Das gleiche gilt übrigens auch für Windows9x)
Wir werden jetzt anfangen, deine Festplatte auf Geschwindigkeit zu tunen, wenn du also KDE benutzt, schließe es und
geh raus in die Konsole. ( Dein Computer könnte instabil werden, und das kann zu korrupten oder verlorenen Daten
führen, darum sollte das Ganze ohne X-Windows gemacht werden.)
Solltest du als normaler Benutzer angemeldet sein, schreibe jetzt su am Prompt und gib das Admin Paßwort ein.
Den Befehl, den wir benutzen werden heißt: hdparm
Du kannst die Optionsliste des Befehls einsehen indem du hdparm schreibst und Enter drückst.
Eine detailliertere Beschreibung gibt's natürlich mit dem man Befehl: man hdparm
Der nächste Schritt hilft uns zu bestimmen, wie deine Festplatte heißt, also hda, hdb usw...
Wenn du es selbst weist GUT, wenn nicht:
schreibe dmesg, dieser Befehl wird dir alle Informationen zeigen, die während des bootens geschrieben wurden.
Wenn du eine Festplatte hast, heißt die wahrscheinlich: hda
Wenn du zwei Festplatten hast, heißt die zweite wahrscheinlich: hdb
Wir nehmen an es ist hda.
Schreibe jetzt: hdparm -I /dev/hda
Jetzt werden unterschiedliche Arten von Informationen direkt von der Festplatte gelesen. Sie sagen uns was die Platte
unterstützt und so.
Vor benutzten eines Tweaks, sind diese Informationen immer zu checken, um Gewißheit zu haben, das es deine Platte auch unterstützt.
Mach einen Geschwindigkeitstest mit: hdparm -t /dev/hda
Wiederhole das ein paar mal und du bekommst eine Übersicht deines Speeds, schreib's auf,
für einen späteren Vergleich der Daten.
Ich hab als Ergebnis: 4.31 MB/s
Als nächstes: hdparm /dev/hda
Dies gibt dir die Standart Einstellungen an. Du wirst bemerken das I/O Support nur mit 16-bit liest,
und wahrscheinlich nicht DMA benutzt und das der Unmask IRQ wahrscheinlich 0 ist (aus), zusammen mit
'multicount' ausgeschaltet ist.
Die meisten neuen Platten unterstützten diese Einstellungen, also schalten wir sie ein.
Schreibe: hdparm -c3 -m16 /dev/hda
Das schaltet die 'multireads' und die '32-bit flag w/sync' an.
Mach jetzt nochmals einen Speed Test... Wow, was für 'ne Verbesserung !!!
Du willst hier vielleicht aufhören mit dem Tunen, da die nächsten Schritte deinen Computer zum abstürzten
bringen können, falls die Einstellungen nicht von deinen Platten unterstützt werden.
Wir müssen den DMA einschalten, mit: hdparm -d1 /dev/hda
Wir können außerdem noch den 'multiword DMA2' einschalten, mit: hdparm -d1 -X34 /dev/hda
Wir setzten den 'unmask irq bit' auf ein, mit: hdparm -u1 /dev/hda
Mach ein 'man hdparm' um zu verstehen, was das genau bedeutet.
Die letzte Einstellung wird den PIO Modus deiner Festplatte setzten, deshalb mußt du noch mal die
Informationen aus dem vorherigen 'hdparm -I /dev/hda' ansehen um deinen Unterstützten PIO Mode
herauszufinden.
Schreibe: hdparm -p4 /dev/hda
Ersetzte dabei die '4' mit der höchsten Zahl, die deine Platte unterstützt. (hdparm -I /dev/hda)
Nun wieder ein Test: hdparm -t /dev/hda
An dieser Stelle habe ich ein Ergebnis von 19.43 MB/s, was eine verdammt gute Verbesserung zu vorherigem
Ergebnis ist.
Jetzt wollen wir natürlich nicht jedesmal die ganzen Parameter eingeben, wenn wir Linux starten. Wir
müssen sie in ein Startup Skript einfügen.
Die Änderungen in /etc/rc.d
Ich hab sie einfach an das Ende des rc.local scrips angehängt, es ist das letzte Skript das ausgeführt wird
und ein Filechecking wäre hier schon erledigt.
Du kannst die Einstellungen in einer Zeile schrieben und die Parameter kombinieren, oder du schreibst
die Parameter Zeile für Zeile, das macht es leichter zu verstehen. Außerdem solltest du die Kommentare
nicht vergessen. Das macht ein späteres Ändern der Einstellung viel leichter.
Beispiel: hdparm -c3 -m16 -d1 -X34 -u1 -p4 -kK /dev/hda
ACHTUNG: Alle Änderungen machst du auf eigenes Risiko. Ich bin nicht Verantwortlich für korrupte oder verlorene Daten,
die durch das Tuning resultieren können.
Festplatten tunen - unter Linux
by Craig
übersetzt von Master Spooky
Dies ist mein erstes Tutorial, es ist vielleicht etwas grob.